Hob(b)y-Hamlet

Der berühmte Kulturmonolog

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Der Anfang

Das Porschloch

Robert Walser schrieb 1921: "Vielleicht hätte Ophelia den Verzärtelten nur mal gehörig anstauchen sollen. Dann wäre dieser schon geheilt gewesen von seiner Schwermut".

Eine solche Zartheit, wie sie Walser wohl mit Hamlet teilte, kann nur aus dem Bewusstsein des Grauens gedeihen. Das Zarte ist Oberfläche.

Robert Walser las die grossen Werke Shakespeares oft in einer Wirtschaft, nur hin- und wieder zur Saaltochter äugend, sonst ganz auf die schönen Verse konzentriert, und so soll auch "Hobbyhamlet" immer wieder - an einem Tisch - in Kneipen gespielt werden. Als Requisit dient nur das Textbuch. Zusätzliches Licht gibt es wenig oder keins.

400asa untersucht, wie Hamlets böse Frauen, Ophelia und Getrud, im geistigen Spiegel des Prinzen aussehen. Im Zentrum also Hamlet. Der beansprucht für sich gleich drei Schauspieler, die dazu noch die Rollen der Ophelia, des Stiefvater-Onkels oder auch mal die Gottfried Katzgrau oder Matthias Hartmann übernehmen. Machen sie ihre Sache nicht recht, mischt sich die Regie ein. Wirtinnen und Serviertöchter servieren biblischen Trost, singen Lieder von Schubert oder Pink Floyd, treten als Geist von Hamlets Vaters oder als bundesrätliche Erscheinungen auf und mischen sich in die gesellschafts- und kulturpolitischen Debatten ein.

Wie Hamlet sind auch 400asa Heimkehrer. Das Helsingör von 400asa ist Zürich, ihr Königshof die hiesige Kulturpolitik, und die immer noch unbeantwortete Frage lautet: Darf und soll man die Hand beissen, die einen füttert?

Heb(b)el-Hamlet

Als Heb(b)el-Hamlet gastierte das Stück auch in Berlin und Zittau und erkundete die Traurigkeit der Ränder.